In Großbritannien tritt bei einer Nachwahl ein Mann mit einem Mülleimer auf dem Kopf gegen einen bekannten Politiker an – und macht damit Wahlkampf.

Was ist passiert? In der Kleinstadt Clacton-on-Sea an der Küste Englands gibt es gerade eine besondere Wahl. Der Politiker Nigel Farage ist als Abgeordneter zurückgetreten und will jetzt wiedergewählt werden. Gegen ihn tritt ein sehr ungewöhnlicher Kandidat an: Count Binface. Das ist ein lustiger „Weltraum-Krieger“, der einen Mülleimer als Helm trägt. Hinter der Figur steckt der britische Komiker Jon Harvey.

Was will Count Binface? Er sagt, er macht das vor allem, damit mehr Leute zur Wahl gehen. Auch bei Wahlen, bei denen das Ergebnis eigentlich schon festzustehen scheint. Auf Plakaten steht: „Ich bin nicht Nigel Farage“. Sein größter Pluspunkt sei schlicht und einfach, dass er nicht Nigel Farage sei. Er findet das lustig – und viele Menschen in Großbritannien ebenfalls. Englische Wettbüros geben ihm sogar eine kleine Chance, weil viele Wähler Farage nicht nochmal wählen wollen.

Was hat Farage für Probleme? Gegen Farage wird wegen undurchsichtiger Geldspenden aus der Krypto-Welt ermittelt. Mehrere große Parteien – Labour, die Konservativen, die Liberaldemokraten und die Grünen – schicken deswegen bewusst keinen eigenen Kandidaten. Stattdessen treten neben Binface nur wenige unabhängige Bewerberinnen und Bewerber an.