Im Mai 2026 sind die Umsätze im Einzelhandel der Eurozone leicht gestiegen, aber weniger stark, als Expertinnen und Experten vorhergesagt hatten.

Die Statistikbehörde Eurostat hat am Montag in Luxemburg neue Zahlen veröffentlicht. Danach sind die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone im Mai 2026 im Vergleich zum April um 0,2 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Das bedeutet: Die Geschäfte haben etwas weniger verkauft als angenommen.

Im Vergleich zum Mai des Vorjahres stiegen die Umsätze um 1,6 Prozent. Dieser Wert entsprach den Erwartungen. Außerdem hat Eurostat die Zahlen für den Monat April korrigiert: Statt eines Rückgangs um 0,4 Prozent wird nun ein Rückgang um 0,3 Prozent ausgewiesen. Der Einbruch im April war also etwas kleiner als zunächst berichtet.

Einzelhandelsumsätze gelten als Hinweis dafür, wie viel die Menschen in einem Land oder einer Währungsregion ausgeben. Wenn die Zahlen steigen, geht es der Wirtschaft tendenziell gut. Bleiben sie hinter den Erwartungen zurück, kann das ein Zeichen für eine etwas schwächere Konsumlaune sein. Die aktuellen Daten deuten auf ein verhaltenes, aber positives Bild hin.