Im Juni sind in den USA deutlich weniger neue Stellen entstanden als erwartet, was die Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung der US-Notenbank anheizt.
Im Juni 2026 sind in den USA nur 57.000 neue Jobs dazugekommen. Das ist viel weniger, als Experten vorhergesagt hatten. Sie waren von etwa 115.000 neuen Stellen ausgegangen. Auch die Zahlen aus den Vormonaten wurden nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote sank zwar leicht auf 4,2 Prozent, liegt aber vor allem deshalb so niedrig, weil sich weniger Menschen aktiv auf Jobsuche befinden.
Diese Entwicklung sorgt an den Finanzmärkten für Gesprächsstoff. Viele Analysten glauben jetzt, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen im Laufe des Jahres möglicherweise senken könnte, um die Wirtschaft anzukurbeln. Vor dem Bericht hatten viele noch mit einer Zinserhöhung gerechnet. Bernd Weidensteiner von der Commerzbank erklärte, die erhoffte Stabilisierung der Jobgewinne auf einem höheren Niveau sei ausgeblieben. Er gehe aber weiterhin von unveränderten US-Leitzinsen für dieses Jahr aus.
