Im Juni sind in den USA weniger neue Jobs entstanden, als Fachleute erwartet hatten.

Der Arbeitsmarktdienstleister ADP hat seine neuen Zahlen für den Juni veröffentlicht. Demnach kamen in der Privatwirtschaft 98.000 neue Stellen dazu. Fachleute hatten eigentlich mit etwa 120.000 neuen Jobs gerechnet, also mit deutlich mehr.

ADP-Chefökonomin Nela Richardson erklärt, warum das Ergebnis niedriger ausfiel. Die Jobsuche dauere gerade länger als früher. Gleichzeitig gebe es in manchen Branchen aber zu wenig Bewerberinnen und Bewerber, etwa im Gesundheitswesen. Beides zusammen führe dazu, dass Firmen insgesamt etwas langsamer einstellen.

Die US-Wirtschaft zeigt sich trotzdem weiter stabil. Wichtig ist: Im Juni wurden nicht weniger Jobs abgebaut, sondern nur weniger neue geschaffen als erwartet. Der offizielle Jobbericht der US-Regierung erscheint am Donnerstag und gibt ein genaueres Bild.

Für dich bedeutet das: Wenn du in den USA lebst oder dich für Wirtschaft interessierst, lohnt sich ein Blick auf den Donnerstagsbericht. Er zeigt, ob die Abkühlung im ADP-Bericht ein kurzer Dämpfer ist oder ob der Jobmarkt wirklich an Schwung verliert.