Eine extreme Hitzewelle hat Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien fest im Griff und bricht reihenweise Mai-Rekorde.
In Frankreich hat der Wetterdienst für acht Regionen im Westen die Warnstufe Orange ausgerufen. Das ist eine Hitzewarnung, die sonst nur im Hochsommer kommt – und noch nie so früh im Jahr. In Städten wie Brest kletterte das Thermometer auf 33 Grad, in Angers wurde ein Rekord von 1947 geknackt. Gleichzeitig droht eine erhöhte Ozonbelastung, die die Atemwege reizen kann, besonders bei älteren Leuten oder kleinen Kindern.
In London war der Montag der heißeste Mai-Tag aller Zeiten: 33,5 Grad am Flughafen Heathrow. Normal wären höchstens 18 Grad. In Italien werden bis zu 35 Grad erwartet, und einige Nächte bleiben mit über 20 Grad sehr warm – das nennt man Tropennächte. Spanien soll am Ende der Woche sogar 38 Grad erreichen.
Der Grund ist ein sogenannter Hitzedom: Ein riesiges Hochdruckgebiet hat sich über Westeuropa festgesetzt und hält die heiße Luft aus Nordafrika gefangen. Experten sagen, dass solche Wetterlagen durch den Klimawandel häufiger werden könnten.
