Die EU-Kommission will Landwirtinnen und Landwirten mit 500 Millionen Euro helfen, weil Dünger gerade sehr teuer ist.

Stell dir vor, du kaufst für dein Gemüsebeet plötzlich Dünger, der viel mehr kostet als sonst. Genau das passiert gerade vielen Bäuerinnen und Bauern in Europa. Der Grund: Stickstoffdünger wird aus Erdgas hergestellt, und durch den Krieg im Nahen Osten sowie die Sperrung der Straße von Hormuz ist Erdgas teurer geworden. Deshalb steigen auch die Düngerpreise.

Die EU-Kommission will jetzt eingreifen und den Bauern mit 500 Millionen Euro unterstützen. Davon sind schon ungefähr 200 Millionen Euro in einer Art Notfalltopf der EU, der „Agrarreserve". Die EU schlägt vor, diesen Topf nochmal um 300 Millionen Euro zu vergrößern. Darüber müssen aber das Europäische Parlament und die EU-Staaten noch abstimmen.

Es gibt noch andere Ideen: Bis Mai 2027 sollen weniger Zölle auf importierten Dünger anfallen, das spart laut EU-Kommission rund 60 Millionen Euro. Außerdem will die EU Anreize schaffen, dass Bauern mehr organischen Dünger benutzen, also zum Beispiel Mist oder Kompost. Das ist gut fürs Klima und macht die EU weniger abhängig von Importen.