Die EU und die Ukraine haben in der Hauptstadt Kyjiw einen Vertrag unterschrieben: Sie wollen in Zukunft zusammen Drohnen entwickeln und herstellen.
Was ist passiert? Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, ist mit dem Nachtzug nach Kyjiw gereist. Dort hat sie sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Im Garten des Präsidentenpalastes haben beide ein Abkommen unterschrieben. Es geht darum, dass Europa und die Ukraine künftig gemeinsam Drohnen bauen — also unbemannte Fluggeräte, die zum Beispiel zur Luftabwehr genutzt werden können. Aus einem großen Hilfspaket der EU in Höhe von 90 Milliarden Euro kommt jetzt eine weitere Milliarde Euro speziell für Drohnen dazu. Hinzu kommen 3,9 Milliarden Euro, die schon im Juni dafür überwiesen wurden. Hintergrund ist der russische Angriffskrieg in der Ukraine, der im Jahr 2022 begonnen hat.
Wer hilft? Die EU unterstützt die Ukraine mit Geld und mit politischem Druck auf Russland. Ursula von der Leyen sagt: Die Ereignisse in der Ukraine und in anderen Teilen der Welt zeigen, wie wichtig es ist, Drohnensysteme schnell und in großer Stückzahl herstellen zu können. Auch die USA bereiten nach Angaben von Senator Richard Blumenthal ein Gesetz vor, das hohe Zölle auf Länder vorsieht, die weiterhin Öl und Gas aus Russland kaufen. Präsident Selenskyj hat sich bei der EU-Kommissionspräsidentin bedankt und sie für ihren Einsatz mit dem "Order of Europe" ausgezeichnet.
