Neun europäische Länder, darunter Deutschland und Frankreich, haben sich mit der Ukraine zusammengeschlossen, um gemeinsam Flugabwehr gegen Raketen aufzubauen.

Was ist passiert? In Paris haben sich Staatschefs aus neun europäischen Ländern getroffen, darunter auch Bundeskanzler und Frankreichs Präsident Macron. Zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj haben sie eine neue Koalition gegründet. Ziel ist eine gemeinsame Raketenabwehr, also ein Schutzschild gegen ballistische Raketen – das sind weit fliegende, sehr schnelle Waffen. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine braucht Europa solchen Schutz, so die Begründung. Auch soll die Ukraine künftig in Europa eigene Abwehrraketen produzieren dürfen. Das alles wurde nach dem Treffen offiziell verkündet.

Wer hilft? Frankreich geht einen großen Schritt: Erstmals erlaubt Paris der Ukraine, französische Raketen und Bomben selbst herzustellen. Die USA haben zugesagt, dass die Ukraine Patriot-Raketen unter Lizenz bauen darf – Patriot ist eines der stärksten Abwehrsysteme gegen Raketen. Zusätzlich bestellt die Ukraine 16 moderne französische Kampfflugzeuge vom Typ Rafale. Auch an dem neuen Abwehrsystem „Freyja" arbeitet die Ukraine selbst. Mehrere europäische Länder liefern außerdem Radare und mobile Abschussrampen, die zum Gesamtsystem dazugehören.