Die EU führt neue Zollregeln für billige Pakete aus China ein und einigt sich mit Peking auf einen gemeinsamen Handelsmonitor.

Stell dir vor, du bestellst ein Ladekabel oder ein T-Shirt für ein paar Euro aus China und es kommt ohne weitere Kosten bei dir an – damit ist ab Juli 2026 Schluss. Die EU verlangt jetzt eine kleine Pauschale: drei Euro pro Produktart in einem Paket unter 150 Euro. Hat dein Paket zum Beispiel drei Kabel und ein T-Shirt, zahlst du sechs Euro. Das Ziel: Der riesige Strom an Billigware soll eingedämmt werden. Täglich kommen nach EU-Angaben Millionen kleiner Pakete aus China in Europa an, rund 90 Prozent aller Sendungen unter 150 Euro stammen von dort.

In Brüssel haben sich die EU und China aber nicht nur wegen der Pakete unterhalten. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič und Chinas Handelsminister Wang Wentao haben diese Woche beschlossen, einen gemeinsamen Überwachungsmechanismus für den Handel einzurichten. Damit wollen beide Seiten genau im Blick behalten, welche Waren fließen – denn die EU kauft viel mehr in China als umgekehrt: 2025 lag das Minus bei rund 360 Milliarden Euro. Der Handelsverband Deutschland sagt, durch die alten Regeln seien jährlich über 400 Millionen Euro Steuern verloren gegangen und Zehntausende Jobs im Einzelhandel in Gefahr.