Kurz vor dem NATO-Gipfel reiste die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in die türkische Hauptstadt Ankara und sprach dort mit Präsident Recep Tayyip Erdogan über Sicherheit und Migration.
Was ist passiert? Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ist am Dienstag nach Ankara geflogen. Dort hat sie sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. Mit dabei waren die EU-Kommissarinnen und -Kommissare Marta Kos und Magnus Brunner. Auf der Plattform X schrieb Kallas, die Türkei sei „ein wichtiger Partner in den Bereichen Sicherheit, Migration und Energie sowie ein EU-Beitrittskandidat“. Außerdem ging es um Russlands Krieg gegen die Ukraine und den bevorstehenden NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara.
Wer hilft? Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den Besuch deutlich kritisiert. Sie macht darauf aufmerksam, dass die türkischen Behörden derzeit Proteste verbieten und die Medienfreiheit einschränken. Amnesty Turkey hat die EU-Vertreterinnen und -Vertreter aufgefordert, sich für die Freilassung von Menschen einzusetzen, die ohne klare Gründe festgehalten werden. So zeigt die Organisation, dass es bei solchen Treffen nicht nur um Wirtschaft und Sicherheit gehen darf, sondern auch um Grundrechte.
