Das Wiener Start-up Tumbleweed hat den ersten kommerziellen Satelliten Österreichs, "Oasis Alpha", erfolgreich ins All geschickt – mit Experimenten von vier europäischen Teams.
Stell dir vor, du packst ein kleines Labor in eine Box und schickst sie ins All. Genau das hat das Wiener Start-up Tumbleweed gemacht. Ihr Satellit "Oasis Alpha" wurde mit einer Rakete des US-Unternehmens SpaceX vom Weltraumbahnhof Vandenberg in Kalifornien ins All gebracht. Dort umkreist er jetzt in etwa 590 Kilometern Höhe die Erde. "Oasis Alpha" wurde in nur neun Monaten gebaut und ist der erste kommerzielle Satellit, der unter österreichischer Flagge fliegt.
Was macht der Satellit da oben? An Bord sind vier kleine Behälter, sogenannte "Pods". Jede dieser Boxen gehört einem Forschungsteam aus Europa, und alle vier sind zum ersten Mal im Weltall. Zum Beispiel testet ein Start-up namens Mass Balance, wie sich Zellen in der Schwerelosigkeit verhalten – das könnte bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen. Die Technische Universität Delft wiederum prüft, wie sich autonome Systeme, also selbstständig denkende Roboter, im All verhalten. Das europäische Forschungszentrum ESRIC erforscht Phasenübergänge – das sind Vorgänge, bei denen sich Stoffe zum Beispiel von flüssig zu fest verändern. Das könnte später einmal wichtig werden, wenn Menschen Rohstoffe auf dem Mond oder Asteroiden abbauen wollen.
