In Deutschland werden 2026 voraussichtlich so wenige Freiland-Erdbeeren geerntet wie seit über 30 Jahren nicht mehr.
Kurz gesagt: Die Ernte auf dem Feld sinkt deutlich. Das Statistische Bundesamt erwartet für 2026 rund 71.300 Tonnen Freiland-Erdbeeren – das sind 11,3 Prozent weniger als im Vorjahr und die kleinste Menge seit über 30 Jahren. Warum genau die Ernte so klein ausfällt, ist laut Destatis unklar.
Die größten Mengen kommen aus Niedersachsen mit 18.100 Tonnen, dahinter liegen Nordrhein-Westfalen mit 14.600 Tonnen. In Baden-Württemberg soll die Ernte dagegen leicht steigen. Viele Betriebe stellen um: Der Anbau unter Folien und in begehbaren Tunneln bringt laut Statistik mehr als doppelt so viel Ertrag pro Hektar wie das Feld.
Die Anbaufläche für Freiland-Erdbeeren schrumpft seit Jahren. 2026 liegt sie bei 7.830 Hektar – 2,9 Prozent weniger als 2025 und 18,5 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Grund sind unter anderem höhere Kosten für Lohn, Energie und Logistik sowie wetterbedingte Ausfälle. Das macht Erdbeeren im Laden teurer als früher.
