Forschende erwarten in den kommenden Monaten ein neues El-Niño-Ereignis im Pazifik, das weltweit Wetter und Temperaturen verändern könnte.
El Niño ist ein natürliches Klima-Phänomen, bei dem sich der tropische Pazifik erwärmt. Dadurch verschieben sich Winde und Regen weltweit, es kann zu Dürren, starkem Regen oder Stürmen kommen. Die Weltwetterorganisation (WMO) sagt: Es ist ziemlich sicher, dass sich El Niño in den nächsten Monaten aufbaut, spürbar wird es ab Sommer und Herbst. Die meisten El Niños dauern neun bis zwölf Monate und erreichen ihren Höhepunkt zwischen Dezember und Februar. Das letzte Ereignis lag erst zwei Jahre zurück (2023/24), davor hatte es eine Pause von sieben Jahren gegeben. Der Name kommt übrigens von peruanischen Fischern, die die Erwärmung oft um die Weihnachtszeit bemerkten – deshalb „El Niño", das Christkind.
Viele Stellen bereiten sich auf die Folgen vor. Die WMO rät Regierungen und Hilfsorganisationen, sich auf Bereiche wie Landwirtschaft, Gesundheit, Energie und Wasser einzustellen. WMO-Chefin Celeste Saulo sagt, frühzeitige Vorhersagen und Warnungen retten Leben. Forschende wie Klaus Haslinger von GeoSphere Austria beobachten die Meerestemperaturen genau, um rechtzeitig sagen zu können, wie stark das Ereignis wird. Auch Versicherer und Supermärkte schauen hin, weil Ernteausfälle im Pazifikraum laut dem Klimaforscher Armin Bunde die Preise für Zucker, Kaffee und Kakao erhöhen können.
