Der Chef des Grazer Unternehmens Emerald Horizon nimmt einen Kredit auf und hinterlegt dafür einen Teil seiner eigenen Firmenanteile.

Das Unternehmen Emerald Horizon aus Österreich arbeitet an sehr kleinen Kernkraftwerken, die mit dem Element Thorium laufen sollen, und verkauft bereits Energiespeicher namens DUALstorePLUS. Im Juni ist die Firma an die Börse gegangen. Jetzt hat der Gründer und Chef Florian Wagner bekanntgegeben, dass er 75.000 seiner eigenen Aktien als Sicherheit für einen Kredit, ein sogenanntes Lombarddarlehen, hinterlegt hat. Mit diesem Geld will er neues Kapital in das Unternehmen stecken, damit es weiter wachsen kann.

Wagner besitzt insgesamt 500.000 Aktien seines Unternehmens. Die 75.000 verpfändeten Stücke haben aktuell einen Börsenwert von rund 76 Millionen Euro. Bei einem Lombarddarlehen bekommt man allerdings nie den vollen Wert ausgezahlt, sondern nur einen Teil davon, weil die Bank sich absichern will. Wagner will dem Unternehmen bis 2028 insgesamt 20 Millionen Euro in vier Raten zur Verfügung stellen.

Das ist ziemlich mutig: Der Gründer bürgt quasi mit seinem eigenen Vermögen dafür, dass die Firma weiter investieren kann. Geplant ist, dass auch andere Investoren, zum Beispiel der US-Amerikaner Carl Page, der schon im Beirat sitzt, und Mitgründer Philipp Pölzl, sich an den Runden beteiligen können. Das frische Geld soll in den Ausbau des Speichergeschäfts und in die technische Entwicklung der Reaktoren fließen.