Ein altes Foto hat im Bayerischen Nationalmuseum in München zwei Reliefs als gestohlene Kunst aus der Nazi-Zeit enttarnt.

Ihr habt bestimmt schon mal von gestohlener Kunst gehört – jetzt ist ein neuer Fall aufgeflogen, und zwar mit Hilfe eines Fotos aus dem Jahr 1933. Das Bild zeigt zwei Reliefs, also plastische Kunstwerke, in einem ganz bestimmten Raum. Daraus konnten Fachleute ablesen, dass diese Stücke zu einer berühmten Kunstsammlung gehörten, die einem jüdischen Bankier namens Jakob Goldschmidt gehörte. Die Nationalsozialisten haben ihm die Werke in der Zeit von 1933 bis 1945 weggenommen, und seitdem galten viele Stücke als verschollen.

Dass der Fall jetzt aufgeklärt wird, ist vor allem der Provenienzforschung zu verdanken. Das ist ein Fachgebiet, das die Herkunft von Kunstwerken untersucht – also die Frage: Wo kommt das Stück her, wer hat es besessen, und ist der Weg rechtmäßig? Forscherinnen und Forscher arbeiten dabei mit alten Fotos, Dokumenten und Archivbeständen. In diesem Fall war ein einziges Schwarz-Weiß-Foto der entscheidende Hinweis.