In München diskutieren Politikerinnen und Politiker gerade darüber, wie Frauen auf dem Oktoberfest dargestellt werden.
Auf dem Münchner Oktoberfest gibt es ein altes Karussell, das Teufelsrad. Es hat Figuren aus Pappmaché, also einer Art Pappmaschee, die Frauen in kurzen Outfits zeigen. Vor Kurzem wurden diese Figuren neu gestaltet – und das hat eine Diskussion ausgelöst. Die Gleichstellungsstelle der Stadt München fand die Darstellung nicht mehr passend und forderte Änderungen. Manuel Pretzl von der CSU, der Chef der größten Fraktion im Münchner Stadtrat, hat daraufhin einen wütenden Brief an den Bayerischen Rundfunk geschrieben. Er meint, die Gleichstellungsstelle „übertreibt es total“ mit ihrer Kritik.
Die Grünen im Stadtrat finden die Kritik dagegen richtig. Ihre Wiesn-Stadträtin Anja Berger sagt, dass solche Darstellungen altmodisch seien und Frauen nicht nur Deko sein sollten. Es geht also um die Frage: Soll man alte Traditionen so lassen, wie sie sind, oder darf man sie verändern, damit sie fairer werden? Viele Menschen in München und auch im Internet diskutieren gerade darüber mit.
