In München startet ein Projekt, in dem eine Künstliche Intelligenz lernen soll, Bairisch richtig zu verstehen – und zwar nicht nur eine Version, sondern viele lokale Varianten.

Der Landesverein für Heimatpflege hat zusammen mit der LMU München ein neues Projekt ins Leben gerufen. Ab Juli fährt eine Sprachwissenschaftlerin oder ein Sprachwissenschaftler nach Mittenwald und in die Gegend um Mühldorf am Inn, um dort mit Einheimischen Interviews zu führen und Sprachaufnahmen zu sammeln. Diese Aufnahmen sind das Trainingsmaterial für die KI, also quasi der „Bairisch-Unterricht“ für den Computer.

Barbara Plank und Lars Bülow von der LMU finden das Projekt aus zwei Gründen spannend: Erstens hilft KI dabei, Dialekte systematisch zu erfassen und zum Beispiel automatisch zu erkennen oder zu übersetzen. Zweitens kann man mit dieser Technik die vielen verschiedenen bairischen Mundarten dokumentieren, damit sie nicht verloren gehen.