Ein Autor hat ein Buch über einen Alchemisten geschrieben, der mit seinem rubinroten Glas vor 300 Jahren ein Weltprodukt aus Brandenburg erfand.
Stell dir vor, jemand soll Gold herstellen - und am Ende bringt er etwas ganz anderes zustande, das die Welt begeistert. Genau das ist Johannes Kunckel passiert. Er lebte von 1635 bis 1703 und arbeitete am Hof des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm in Potsdam. Sein Auftrag: Gold machen. Das klappte nicht. Stattdessen entwickelte Kunckel ein Verfahren, mit dem Glas rubinrot und kobaltblau gefärbt werden konnte. Dieses Glas wurde so begehrt, dass es rund um den Globus verkauft wurde.
Der Autor Florian Illies hat darüber ein Buch geschrieben. Es heißt «Träume aus Feuer», ist 120 Seiten lang und wurde auf der Pfaueninsel in Berlin vorgestellt - genau dort, wo Kunckel früher sein Labor, eine Mühle und eine Glashütte betrieb. Illies sagt, die Geschichte sei eine «Parabel für die Kraft des Träumens»: Manchmal gelingt nicht das, was man plant, aber am Ende gelingt etwas anderes.
