Die traditionsreiche Mannheimer Brauerei Eichbaum macht nach 347 Jahren dicht – rund 240 Beschäftigte verlieren ihren Job.

Was ist passiert? Die Eichbaum-Brauerei in Mannheim wird geschlossen. Das Unternehmen hatte schon Ende Oktober 2025 Insolvenz angemeldet, also angegeben, dass es seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Trotz Gesprächen mit der Stadt und verschiedenen Investoren kam keine Rettung zustande. Die Beschäftigten erfuhren erst am Montag, dass Schluss ist. Hauptgrund: In Deutschland trinken die Leute immer weniger Bier, und auch der Verkauf ins Ausland geht zurück. Eichbaum hatte zuletzt Kundinnen und Kunden in über 60 Ländern. Die Brauerei wurde 1679 gegründet und blickt damit auf 347 Jahre Geschichte zurück.

Wer hilft? Mehrere Akteure versuchen, die Folgen abzufedern. Die Gewerkschaft IG Metall fordert, dass das Land die Rothaus-Brauerei einspringen lässt, um den Betrieb weiterzuführen – das Motto lautet: „Eichbaum dürfe nicht sterben". Die Gewerkschaft NGG verhandelt zudem über einen Sozialplan, also über Abfindungen und Unterstützung für die Beschäftigten. Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) gibt außerdem die Hoffnung nicht ganz auf, dass doch noch eine Lösung gefunden wird. Auch das Uniklinikum hatte Interesse am Brauerei-Gelände, doch die Gläubiger lehnten den Deal ab.