Die traditionsreiche Eichbaum-Brauerei in Mannheim ist pleite und stellt ihren Betrieb ein, rund 240 Menschen stehen vor dem Jobverlust.
Die Eichbaum-Brauerei in Mannheim gibt auf. Nach monatelangem Ringen um eine Rettung haben die Verantwortlichen entschieden, den Betrieb komplett einzustellen. Grund ist eine riesige Finanzlücke – es fehlt einfach massiv Geld, um weiterzumachen. Erst hatte es noch Hoffnung gegeben, dass ein Investor die Brauerei übernehmen könnte, doch daraus wird nun nichts. Für die rund 240 Beschäftigten sollen in Kürze Kündigungen ausgesprochen werden, das hat der Betriebsrat am Montag bei einer Versammlung im Werk mitgeteilt.
Doch die Beschäftigten stehen nicht allein da. Die Gewerkschaft NGG kämpft an ihrer Seite. Sie fordert schnelle Verhandlungen über einen Sozialplan – das ist eine Vereinbarung, die Abfindungen und Hilfen für den Übergang in eine neue Stelle regelt. Außerdem soll eine sogenannte Transfergesellschaft gegründet werden, die den Betroffenen hilft, neue Jobs zu finden oder sich weiterzubilden. Auch Oberbürgermeister Christian Specht hat sich an einer großen Versammlung im Mannheimer Rathaus beteiligt, ebenso Vertreter der Gläubiger und das Uniklinikum, das als möglicher Käufer im Gespräch war. Die Stadt Mannheim will sich voraussichtlich am Dienstag offiziell zur Lage äußern.
