Der ehemalige Chef der schottischen Nationalpartei, Peter Murrell, hat vor Gericht zugegeben, heimlich Geld aus der Parteikasse genommen zu haben.
Er war der Ehemann von Nicola Sturgeon, der früheren Regierungschefin Schottlands, und leitete die Partei. Er gab zu, über 400.000 Pfund (etwa 464.000 Euro) für sich selbst ausgegeben zu haben – vor allem für einen Wohnwagen und zwei Autos.
Der heutige Parteivorsitzende John Swinney sagte, er sei entsetzt und fühle sich verraten. Murrell habe damit die Hoffnungen vieler Menschen gestohlen, die der Partei Geld gespendet hatten, um ein besseres Schottland zu ermöglichen.
Murrell sitzt im Gefängnis und erwartet Ende Juni sein Urteil. Nicola Sturgeon, mit der er nicht mehr zusammen ist, wurde von der Polizei zwar kurz festgenommen, aber nie angeklagt. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Organisationen genau kontrollieren, wohin ihre Gelder fließen.
