Im Osten des Kongos breitet sich ein seltener Ebola-Typ aus, gegen den es noch keine Impfung gibt – aber viele Helfer sind vor Ort.
Ebola ist eine lebensgefährliche Krankheit, die durch Körperkontakt übertragen wird. Der neue Ausbruch in der Provinz Ituri betrifft den seltenen Bundibugyo-Stamm, für den es weder Impfstoff noch Medikament gibt. Fast 750 Menschen stehen unter Verdacht, sich angesteckt zu haben. Zuletzt gab es Spannungen, weil eine Familie einen Verstorbenen bestatten wollte, was Ärzte aus Infektionsschutzgründen ablehnten – dabei gerieten Klinikzelte in Brand. Patienten konnten fliehen.
Hilfsorganisationen wie Caritas Austria leisten mit lokalen Partnern Nothilfe für betroffene Familien. Die Weltgesundheitsorganisation hat einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen und koordiniert Maßnahmen. In Berlin behandelt die Charité einen infizierten US-Arzt, seine Familie wird überwacht und ist symptomfrei. Auch in Prag wird eine Kontaktperson beobachtet. In Uganda melden Behörden fünf bestätigte Fälle, alle bei Menschen, die aus dem Kongo eingereist sind, und betreuen sie medizinisch.
