Eine Grazer Studie zeigt, dass viele Kinder beim E-Scooter-Fahren schwer verletzt werden – weil die meisten keinen Helm tragen.

Was ist passiert? Forscherinnen und Forscher in Graz haben acht Jahre lang Unfälle mit E-Scootern bei Kindern untersucht. Dabei fanden sie heraus: Von den verunglückten Kindern hatten 83 Prozent keinen Helm auf. Insgesamt wurden 392 junge Patientinnen und Patienten mit 620 Verletzungen behandelt. Mehr als jedes dritte Kind hatte sogar mehrere Verletzungen, und ein Kind ist nach einem Zusammenstoß mit einem Auto gestorben. Besonders oft waren Kopf, Hals und Arme betroffen.

Wer hilft? Die Grazer Uniklinik und der Verein "Große schützen Kleine" klären über die Gefahren auf. Seit dem 1. Mai 2026 gilt in Österreich eine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer unter 16 Jahren. Auch Länder wie Belgien oder Italien haben neue Regeln eingeführt, zum Beispiel Verbote oder Versicherungspflicht. Die Expertinnen und Experten empfehlen außerdem Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschützer.

Was kannst du tun? Fahr immer mit Helm, auch bei kurzen Strecken. Schütze zusätzlich deine Knie, Ellbogen und Handgelenke. Fahr vorausschauend, pass deine Geschwindigkeit an und lass das Handy in der Tasche. In Österreich darfst du auf Radwegen und der Fahrbahn fahren, aber nicht auf dem Gehsteig – und die Höchstgeschwindigkeit ist 25 km/h.

Warum ist das für dich wichtig?

Wenn du selbst E-Scooter fährst oder Freundinnen und Freunde hast, die es tun, betrifft dich das Thema direkt – ein Helm kann schwere Verletzungen verhindern.