Der IT-Dienstleister Datev warnt: Viele Firmen in Deutschland sind auf die kommende E-Rechnungspflicht noch nicht vorbereitet.
Ein großes Software-Unternehmen aus Nürnberg sagt: Viele Firmen in Deutschland müssen sich schneller auf digitale Rechnungen einstellen.
Stell dir vor, du kaufst etwas online und bekommst statt einer PDF-Datei eine Rechnung, die der Computer direkt lesen kann. Genau das ist eine E-Rechnung – und ab 2027 müssen viele Firmen in Deutschland sie selbst verschicken. Das Softwareunternehmen Datev aus Nürnberg hat jetzt gesagt: Zu viele Betriebe bereiten sich noch nicht richtig vor.
Datev-Chef Robert Mayr hat eine nüchterne Bilanz gezogen. Zwar verarbeitet Datev inzwischen über 51 Millionen E-Rechnungen im Halbjahr – das klingt nach viel. Aber im Vergleich zu allen Rechnungen, die in Deutschland kursieren, ist das immer noch ein kleiner Anteil. Mayr sagt klar: Viele kleinere und mittelgroße Firmen haben das Thema noch nicht auf dem Schirm.
Was bedeutet das für dich? In deiner Familie oder im Bekanntenkreis arbeiten viele Leute in kleinen Betrieben, Buchhaltungen oder Steuerkanzleien. Wenn sich die Firmen nicht rechtzeitig umstellen, kann es dort am Stichtag eng werden – zum Beispiel mit zusätzlicher Arbeit oder Stress. Gleichzeitig kann eine E-Rechnung langfristig helfen, Fehler schneller zu finden und Abläufe zu vereinfachen.
Die wichtigsten Termine: Seit Anfang 2025 müssen Firmen E-Rechnungen empfangen können. Ab 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Jahresumsatz E-Rechnungen auch selbst verschicken. Spätestens 2028 gilt die Pflicht für alle Rechnungen zwischen Firmen. Datev will die Betriebe mit Informationen und Beratung dabei unterstützen, den Wechsel zu schaffen.
Weil die Umstellung Jobs in Buchhaltung und Steuerkanzleien verändert und digitale Rechnungen bald auch in deinem Alltag normaler werden.