Die ungarische Staatsanwaltschaft hat Büros der früheren Regierungspartei Fidesz durchsucht, weil es um mögliche Veruntreuung von Geld aus einem Kulturfonds geht.
Was ist passiert? In Ungarn wurde am Dienstag ein Rechenzentrum der Partei Fidesz durchsucht. Die Staatsanwaltschaft im Verwaltungsbezirk Bács-Kiskun ermittelt, weil Geld aus dem sogenannten Nationalen Kulturfonds möglicherweise veruntreut wurde. Fidesz war jahrelang die stärkste Partei im Land und wurde von Viktor Orbán geführt. Die Partei sagte, die „Tyrannei“ habe „ein neues Niveau erreicht“ – das ist eine sehr harte Reaktion auf eine polizeiliche Maßnahme.
Wer hilft jetzt? Die neue Regierung unter Ministerpräsident Péter Magyar will gründlich aufräumen. Magyar hat eine unabhängige Behörde angekündigt, die prüfen soll, was in den letzten 16 Jahren passiert ist, und die helfen soll, veruntreutes Geld wieder zurückzuholen. Magyar sagt, das alte System habe den Menschen Straßen, Krankenhäuser und Schulen weggenommen, und das soll sich nun ändern.
