Im Osten von Niederösterreich regnet es seit Monaten viel zu wenig, und die Bauern im Marchfeld machen sich Sorgen um ihre Ernte.

Stell dir vor, du wachst auf und es hat schon wochenlang nicht richtig geregnet. Genau so geht es gerade den Bauern im Marchfeld in Niederösterreich. Dort wächst normalerweise viel Weizen und anderes Getreide – das Marchfeld wird deshalb Kornkammer Österreichs genannt. In diesem Jahr hat es aber bis zu 40 Prozent weniger geregnet als sonst. Der Boden ist trocken, der Weizen bleibt klein: Eigentlich sollte er schon hüfthoch sein, jetzt ist er oft nur kniehoch. Das bedeutet, dass die Ernte in diesem Sommer ungefähr nur halb so groß ausfallen könnte wie in einem normalen Jahr.

Die Politikerinnen und Politiker haben das Problem erkannt. Der Bundeslandwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Niederösterreichs Vize-Landeshauptmann Stephan Pernkopf sind extra nach Lassee gefahren, um mit den Bauern zu reden. Sie sagen: Wir kürzen die Unterstützung für die Bauern nicht. Außerdem soll ein Wasserentnahmeregister entstehen, das genau auflistet, wer wie viel Wasser aus Bächen und Brunnen nutzen darf. Im Herbst startet außerdem ein Projekt, das prüft, wie man Donau-Wasser in trockene Gebiete leiten kann – das wird aber noch zehn bis fünfzehn Jahre dauern.