Drei große internationale Organisationen schlagen Alarm: Weil eine wichtige Wasserstraße blockiert ist, könnten im Sommer Treibstoff und andere Ölprodukte knapp werden.
Der Internationale Währungsfonds, die Weltbank und die Internationale Energieagentur haben am Freitag eine eindringliche Warnung ausgesprochen. Sie sagen, dass die weltweiten Ölreserven so schnell aufgebraucht werden wie noch nie. Der Grund: Der Iran hält seit Ende Februar die Straße von Hormuz blockiert. Durch diese Meerenge fließt normalerweise ein riesiger Teil des Öls, das die Welt braucht. Weil dieser Nachschub fehlt, müssen die Länder ihre Notreserven anzapfen. Wenn das so weitergeht, könnte es im Sommer wirklich eng werden mit Benzin, Diesel und Heizöl.
Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die USA verhandeln gerade mit dem Iran über eine Lösung. Der Plan ist, dass die Straße von Hormuz wieder für alle Schiffe geöffnet wird – und zwar ohne dass der Iran eine Gebühr dafür verlangt. Das wäre ein wichtiger Schritt, damit wieder genug Öl transportiert werden kann. Allerdings ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. Die iranische Nachrichtenagentur Fars hat nämlich gesagt, dass eine solche Vereinbarung gar nicht existiert. Die Gespräche sind also noch im Gange, und es braucht wahrscheinlich noch etwas Geduld.
