Die Ukraine hat mit einem riesigen Drohnenangriff die russische Hauptstadt getroffen – die schwerste Attacke dieser Art seit Kriegsbeginn.
Was ist passiert? In der Nacht auf Donnerstag hat die Ukraine laut russischen Angaben rund 555 Drohnen nach Russland geschickt, fast 200 davon flogen auf Moskau zu. Moskaus Bürgermeister sagte, die Luftabwehr habe etwa 180 davon abgeschossen. Trotzdem schlugen mehrere Drohnen ein. Besonders schlimm erwischte es eine große Ölraffinerie im Südosten der Stadt: Dort stieg dichter schwarzer Rauch auf, Feuerwehr-Hubschrauber kreisten über dem Gelände. In einer Vorstadt wurde auch ein Wohnhaus getroffen, Anwohnerinnen und Anwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Auf manchen Fenstersimsen blieb nach dem Angriff ein öliger Film zurück.
Wer hilft? In Moskau sind Rettungskräfte und Feuerwehr im Dauereinsatz, um Brände zu löschen und Menschen in Sicherheit zu bringen. Auch die deutsche Botschaft in Moskau hat sich an Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland gewandt und gibt Tipps: Wer propellerartige Geräusche hört, soll sofort Schutz suchen und sich von großen Glasflächen entfernen – weil die bei einer Explosion splittern können. Außerdem rät die Botschaft, immer mindestens einen halbvollen Tank zu haben, falls es Probleme mit der Treibstoffversorgung gibt. Der Chef des russischen Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, sagte, die Tankstellen seien normal geöffnet und es bestehe kein Grund, in Panik Kanister zu kaufen.
