Das Bundeskriminalamt hat den Drogenbericht 2025 vorgestellt: Es gab weniger Anzeigen, aber Cannabis ist weiter die häufigste Substanz.
Im Drogenbericht 2025 steht, dass die Polizei in Deutschland weniger Anzeigen wegen Drogen aufgenommen hat als in manchen Vorjahren. Cannabis bleibt aber die Substanz, die am häufigsten vorkommt – beim Verkauf und beim Besitz. Daniel Lichtenegger vom BKA erklärt, dass solche Zahlen schwanken können, je nachdem, wo und wie die Polizei kontrolliert.
Interessant ist: Die sichergestellten Mengen sind sogar gestiegen, obwohl es weniger Anzeigen gibt. Das liegt laut Lichtenegger an wenigen großen Fällen, bei denen die Polizei auf einmal sehr viel Drogen beschlagnahmt hat. Wenige große Funde können die Gesamtmenge also stark nach oben treiben.
Der Bericht zeigt vor allem, was die Polizei registriert. Er sagt weniger darüber aus, wie viele Menschen tatsächlich Drogen konsumieren. Deshalb sind solche Statistiken immer mit Vorsicht zu lesen. Wer Fragen zu Sucht oder Cannabis hat, kann sich an Beratungsstellen wie die Drogenhilfe oder die Caritas wenden – dort bekommt man kostenlos und vertraulich Hilfe.
