Eine Umweltorganisation hat herausgefunden, dass drei seltene Heuschreckenarten an einem Fluss in Tirol fast nicht mehr zu finden sind – und fordert jetzt deren Schutz.

Stell dir vor, du gehst an einen Fluss und suchst dort nach kleinen Tierchen – und findest sie kaum noch. Genau das ist Forschern der Umweltorganisation WWF an der Ötztaler Ache in Tirol passiert. Es geht um drei besondere Heuschreckenarten: Türks Dornschrecke, Kiesbank-Grashüpfer und Gefleckte Schnarrschrecke. Früher, vor etwa 50 Jahren, lebten sie an vielen Flüssen im Inn-Gebiet. Heute gibt es sie in Tirol nur noch an einem einzigen Fluss – der Ötztaler Ache.

Diese Heuschrecken sind richtige Spezialisten: Sie mögen flache Kiesbänke und Ufer, die regelmäßig vom Wasser umgeformt werden. Genau diese Orte verschwinden aber, wenn Flüsse verbaut, aufgestaut oder begradigt werden. An der Ötztaler Ache soll nun zusätzliches Wasser für Strom aus Wasserkraft abgeleitet werden. Dadurch würden die letzten ruhigen Plätze der Heuschrecken kleiner oder ganz zerstört.