Deutschland hat zum ersten Mal eine Wahl um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat verloren – gegen Portugal und Österreich.
Was ist passiert? Bei den Vereinten Nationen in New York wurden neue nicht-ständige Mitglieder für den Sicherheitsrat gewählt. Deutschland wollte einen dieser Sitze für die Jahre 2027 und 2028 bekommen, ist aber schon im ersten Wahlgang ausgeschieden. Portugal und Österreich haben gewonnen. Das ist eine historische Niederlage, denn seit 1987 hatte Deutschland bei jeder Bewerbung einen Sitz bekommen – sechs Mal in Folge. Die Nachricht kommt vom 4. Juni 2026. Der UN-Sicherheitsrat ist das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen. Er entscheidet über Frieden und Sicherheit in der Welt, zum Beispiel über Sanktionen oder Militäreinsätze. Die fünf ständigen Mitglieder – USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich – haben ein Veto-Recht und können Entscheidungen allein blockieren. Deutschland gehört auf Grund der Nachkriegsordnung nicht zu den ständigen Mitgliedern und bewirbt sich deshalb regelmäßig um einen der zehn nicht-ständigen Sitze.
