Die Bundesregierung hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Waffenausfuhren im Wert von fast 14 Milliarden Euro genehmigt – so viel wie nie zuvor in einem Halbjahr.
Was ist passiert? Von Januar bis Juni 2026 hat die Bundesregierung Rüstungsexporte im Wert von 13,87 Milliarden Euro erlaubt. Das ist mehr als viermal so viel wie im selben Zeitraum 2025. Etwa 9,6 Milliarden Euro davon sind für Kriegswaffen, der Rest für andere Militärgüter. Die Ukraine ist mit 2,5 Milliarden Euro der größte Empfänger, danach kommen die USA, die Niederlande, Tschechien und Litauen. Israel und Lettland liegen mit rund 500 Millionen Euro dahinter. Mehr als 60 Prozent der Exporte gingen in EU-, NATO-Staaten oder enge Partnerländer; im Vorjahr waren es noch 83 Prozent.
Wer hilft oder ordnet ein? Das Bundeswirtschaftsministerium sammelt die Zahlen und veröffentlicht sie. Es prüft jede einzelne Ausfuhrgenehmigung nach festen Regeln, zum Beispiel den Exportrichtlinien der Bundesregierung. Außerdem berichten Medien wie die dpa darüber, damit Bürgerinnen und Bürger die Entscheidungen nachvollziehen können. In mehreren anderen europäischen Ländern gibt es ähnliche Kontrollbehörden, die mit dem deutschen Ministerium zusammenarbeiten.
