Deutschland wollte einen Sitz im UN-Sicherheitsrat bekommen, hat die Wahl aber klar gegen Österreich und Portugal verloren.

Bei einer Abstimmung in New York am 3. Juni 2026 haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen zwei neue nicht-ständige Mitglieder für den Sicherheitsrat gewählt. Der Sicherheitsrat ist das Gremium, das bei Konflikten und Kriegen weltweit entscheidet, ob es zum Beispiel Friedenstruppen schickt oder Sanktionen verhängt. Deutschland hat 104 Stimmen bekommen – das hat nicht gereicht. Österreich hat mit 131 Stimmen gewonnen, Portugal ebenfalls. Nötig gewesen wären 127 Stimmen, also eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Es war bereits der siebte Versuch Deutschlands.

In der deutschen Politik wird nun diskutiert, wie man mit der Niederlage umgeht. SPD-Politikerin Alabali Radovan sagt, Deutschland solle weiter Verantwortung in der Welt übernehmen. Einige CDU-Politiker finden, Deutschland solle weniger Geld an die UNO zahlen, wenn es keinen Sitz bekommt. Der Grünen-Politiker Wagener widerspricht: Sich beleidigt zurückzuziehen sei keine gute Idee. Die Bundesregierung denkt darüber nach, in acht Jahren noch einmal zu kandidieren.