Deutschland wollte einen Sitz im UN-Sicherheitsrat, aber Österreich und Portugal haben die Wahl gewonnen.

Der UN-Sicherheitsrat ist das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen, wenn es um Krieg und Frieden geht. Am Mittwoch wurde in New York gewählt, und es gab zwei freie Plätze für westliche Länder. Neben Deutschland haben Österreich und Portugal kandidiert. Am Ende haben Österreich und Portugal gewonnen, Deutschland ging leer aus. Bundesaußenminister Johann Wadephul sagte, das Ergebnis sei „eine echte Enttäuschung“ und „eine herbe Niederlage“ für Deutschland.

Wadephul erklärte, Deutschland sei „von Beginn an im Nachteil“ gewesen. Österreich und Portugal haben nämlich schon vor etwa zehn Jahren mit ihrer Bewerbung begonnen, Deutschland ist erst viel später eingestiegen. So blieb weniger Zeit, um die 193 Mitgliedstaaten der UN von sich zu überzeugen. Wadephul sagte außerdem, dass Russland gezielt „Stimmung gegen uns gemacht“ habe. Auch die enge Unterstützung Deutschlands für Israel habe einige Stimmen gekostet.

In der deutschen Politik sorgt die Niederlage für Diskussionen. Kanzler Friedrich Merz sagte, Deutschland bleibe „eine verlässliche Säule des multilateralen Systems“. Politikerinnen und Politiker von SPD, Grünen und Linken werfen der Bundesregierung vor, sich bei internationalen Konflikten wie dem Gaza-Krieg, der Lage in Venezuela oder den Angriffen auf den Iran nicht klar positioniert zu haben. Die AfD sieht in der Niederlage eine „Blamage“ für Merz.