Nach einer Niederlage bei der Wahl in den UN-Sicherheitsrat streiten Politikerinnen und Politiker darüber, ob Deutschland weniger Geld an die Vereinten Nationen zahlen soll.

Deutschland wollte einen Sitz im UN-Sicherheitsrat bekommen, hat die Wahl aber gegen Österreich und Portugal verloren. Der Sicherheitsrat ist ein mächtiges Gremium der Vereinten Nationen, das über Krieg und Frieden mitentscheidet. Zuletzt war Deutschland 2019 und 2020 Mitglied gewesen.

Danach kam eine Debatte auf: Soll Deutschland jetzt weniger Geld an die UN zahlen? Den Anfang machte Manfred Pentz von der CDU aus Hessen. Er sagte: Wenn Deutschland nicht genug Einfluss habe, müsse man fragen, warum man weiter so viel Geld in die UN stecke. Die AfD fand das gut und forderte, freiwillige Zahlungen zu kürzen oder zu streichen.

Außenminister Johann Wadephul von der CDU sieht das anders. Er sagte, Deutschland solle „genauso engagiert bleiben wie bisher“. Die UN seien die wichtigste Organisation für Frieden und Menschenrechte. Er will, dass Deutschland weiter mitmacht. Zugleich sagte er aber auch, dass man jedes Engagement einzeln prüfen müsse, weil im Bundeshaushalt Geld fehle.