Am Freitagabend wurde in Berlin der Deutsche Filmpreis verliehen – das Drama „In die Sonne schauen“ hat die wichtigste Trophäe und viele weitere Preise abgeräumt.
Was ist passiert? Der Film „In die Sonne schauen“ hat die Goldene Lola gewonnen, den Preis für den besten deutschen Film des Jahres. Insgesamt bekam er zehn Auszeichnungen. Die Schauspielerin Senta Berger wurde mit 85 Jahren zum ersten Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert – und gewann gleich als beste Hauptdarstellerin. Ihr Sohn Simon Verhoeven hat bei dem Film Regie geführt und ihr auf der Bühne gratuliert. Der Regisseur Wim Wenders bekam einen Ehrenpreis. In seiner Rede sprach er über eine alte Filmszene, die heute als problematisch gilt.
Wer hilft, darüber zu sprechen? Wim Wenders hat das Thema selbst offen angesprochen. Er sagte, dass sich die Sensibilitäten in den letzten 50 Jahren verändert haben und dass er die Szene heute nicht mehr so drehen würde. Er wünscht sich eine Diskussion mit der Filmakademie darüber, wie man mit alten Filmen umgehen soll. Auch die betroffene Schauspielerin Nastassja Kinski hat sich dazu geäußert. Die Akademie-Vorstände riefen bei der Gala zu Solidarität und Zusammenhalt auf.
