Schauspieler Richard Gere hat in Oslo eine sehr politische Rede gehalten und vor den Folgen von Politikverdrossenheit gewarnt.
Was ist passiert? In Oslo wurde der Vaclav-Havel-Preis verliehen, ein Preis für Menschen, die sich mutig gegen Unrecht wehren. Der bekannte Schauspieler Richard Gere hielt dort eine Rede vor hunderten Zuhörern. Er sprach über US-Präsident Donald Trump und sagte, viele Menschen seien „eingeschlafen“ und hätten nicht gewählt, als es darauf ankam. Er selbst gab zu, nicht genug getan zu haben, um andere vom Wählen Trumps abzuhalten. Gere sagte, Trump habe „fast alles demontiert, was an den USA gut war“, und nannte ihn einen „Wahnsinnigen“. Besonders eindringlich warnte er: „Wir müssen die Anzeichen erkennen, diese Diktatur der Monster, wie schnell sie entsteht. Wir müssen wachsam sein.“ Er zog dazu einen Vergleich zum Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland in den 1930er-Jahren, den er bei einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau besser verstanden habe. Bei der Veranstaltung wurden zwei Preisträger geehrt: der inhaftierte chinesische Künstler Gao Zhen und die Dissidentin Sai aus Myanmar.
