Der bekannte Buchverlag S. Fischer verlässt Frankfurt am Main und zieht im Sommer 2027 in die Hauptstadt Berlin.

Stell dir vor, eines der ältesten Verlage Deutschlands packt seine Koffer: S. Fischer, 1886 in Berlin gegründet, später nach Frankfurt umgezogen, kehrt nun an seinen Ursprungsort zurück. Im Sommer 2027 sollen die Geschäftsführung, das Marketing, der Vertrieb und die Presseabteilung in Berlin sitzen.

Was bleibt in Frankfurt? Das Lektorat – also die Teams, die Manuskripte betreuen und Autoren beraten – sowie die kaufmännischen Bereiche. Allen Mitarbeitern wird angeboten, mit nach Berlin zu wechseln.

S. Fischer gehört zum Holtzbrinck-Konzern, zu dem auch Rowohlt und Kiepenheuer & Witsch gehören. Schon 2010 war der Suhrkamp Verlag nach Berlin umgezogen. Frankfurt verliert damit erneut einen großen Namen der Buchbranche.

Im Programm von S. Fischer stehen Klassiker wie Thomas Mann und Franz Kafka sowie moderne Autorinnen und Autoren, darunter der ungarische Nobelpreisträger László Krasznahorkai. Verlagsobfrau Christina Dohmann sagt, die Rückkehr nach Berlin sei „Anknüpfungspunkt und Aufbruch zugleich“.