Der US-Softwarekonzern Salesforce übernimmt das KI-Kundenserviceunternehmen Fin für rund 3,6 Milliarden US-Dollar.
Stell dir vor, dein Lieblings-Onlineshop antwortet dir nachts um zwei sofort auf eine Frage – nicht mit einer echten Person, sondern mit einem KI-Programm. Genau solche Programme baut das Unternehmen Fin, das früher Intercom hieß. Salesforce, einer der größten Softwarekonzerne der Welt, hat jetzt angekündigt, Fin zu kaufen, und zahlt dafür ungefähr 3,6 Milliarden US-Dollar. Das ist eine Riesensumme, mit der Salesforce sein eigenes Angebot an KI-Helfern namens Agentforce deutlich vergrößern will.
Was kann Fin eigentlich? Das Unternehmen hat einen KI-Agenten entwickelt, der Kundenanfragen per Chat, E-Mail, WhatsApp, SMS, Telefon und Slack beantworten kann. Laut Fin erledigt das Programm im Durchschnitt rund 76 Prozent der eingehenden Fragen komplett automatisch. Mehr als 30.000 Firmen weltweit nutzen die Software bereits. Gegründet wurde Fin 2011 in Dublin von vier irischen Gründern, darunter Eoghan McCabe, der heute CEO ist. Im Mai 2026 hat sich die Firma von Intercom in Fin umbenannt – benannt nach genau diesem KI-Agenten.
