In Chemnitz wird das berühmte Karl-Marx-Denkmal, der "Nischel", für eine Untersuchung geöffnet.

In Chemnitz gibt es ein riesiges Denkmal, das die meisten Leute einfach "Nischel" nennen. Es ist ein überdimensionaler Kopf aus Bronze, der den Philosophen Karl Marx zeigt. Das Ding wiegt 40 Tonnen – so viel wie etwa zehn Elefanten zusammen! Jetzt, nach über 50 Jahren im Freien, wollen Fachleute nachsehen, ob im Inneren vielleicht Rost entstanden ist.

Dafür wird im August ein Stück am Hinterkopf herausgenommen. Das klingt wild, ist aber eine ganz normale Wartungsarbeit. Zuerst haben Expertinnen und Experten eine kleine Materialprobe genommen, um zu testen, wie man das Bronze am besten öffnet, ohne etwas zu beschädigen.

Die Büste wurde 1971 vom russischen Künstler Lew Kerbel gebaut. Man weiß allerdings bis heute nicht genau, wie das Innere aufgebaut ist – ob ein Stahlgerüst innen steckt oder ob alles nur verschraubt ist. Das wollten die Verantwortlichen jetzt herausfinden, damit der "Nischel" auch in Zukunft sicher stehen bleibt.