Der Bürgermeister von Innsbruck trägt eine smarte Brille, die filmen kann – und die Opposition will jetzt Antworten.
Stell dir vor, du gehst ins Rathaus, um mit dem Bürgermeister zu reden – und der trägt eine Brille, die eigentlich filmen kann. Genau das passiert gerade in Innsbruck. Bürgermeister Johannes Anzengruber nutzt im Dienst eine Datenbrille. Solche Brillen sehen aus wie normale Brillen, haben aber eine eingebaute Kamera. Damit kann man Fotos und Videos in hoher Qualität aufnehmen.
Der Jurist Matthias Kettemann, Professor an der Universität Innsbruck, findet die Brille im politischen Alltag „hochproblematisch“. Er sagt: Wenn jemand mit so einer Brille vor dir steht, könntest du dich beobachtet fühlen – und das sei unfair, wenn du es nicht weißt. Er fordert, dass man beim Filmen ausdrücklich informiert wird.
Die Parteien KPÖ und Alternative Liste Innsbruck (ALi) haben deshalb eine dringliche Anfrage gestellt. Das ist eine offizielle Frage im Gemeinderat. Sie wollen wissen: Wann filmt der Bürgermeister? Welche Regeln gelten? Sie haben das Recht, im Rathaus Antworten zu verlangen.
