Fast zehn Wochen nach der Wahl steht Dänemarks neue Mitte-links-Regierung: Mette Frederiksen bleibt Ministerpräsidentin und führt jetzt ein Bündnis aus vier Parteien an.

Stell dir vor, du spielst ein Strategiespiel und niemand bekommt genug Punkte, um allein zu gewinnen. Genau das ist in Dänemark nach der Parlamentswahl im März passiert. Zwölf Parteien zogen ins Parlament ein, aber kein Lager hatte eine klare Mehrheit. Also mussten sich mehrere Parteien zusammentun – und das hat ganz schön lange gedauert.

Jetzt hat Mette Frederiksen es geschafft: Sie hat eine Koalition aus ihrer eigenen Partei, den Sozialdemokraten, sowie der Sozialistischen Volkspartei, der linksliberalen Radikale Venstre und der zentristischen Partei Moderaterne geschmiedet. Die vier Parteien kommen zusammen auf 82 von 179 Sitzen. Für eine Mehrheit bräuchten sie 90 – deshalb ist es eine Minderheitsregierung. Das ist in Dänemark ganz normal und bedeutet, dass sie sich für jedes Gesetz Unterstützung von anderen Parteien holen müssen.