In Wernigerode haben am Samstag Hunderte Menschen beim Christopher Street Day gefeiert und demonstriert – obwohl es vorher eine heftige Drohung gab.
Was ist passiert? Der Christopher Street Day (CSD) ist eine bunte Demo für die Rechte von queeren Menschen, also zum Beispiel Schwulen, Lesben und Trans-Personen. In Wernigerode fand er zum vierten Mal statt. Das Motto war: „Unsere Alternative: Wähl Liebe!“. Eine Woche vorher hatte aber jemand auf Instagram gedroht, die Veranstaltung „in die Luft zu sprengen“. Deshalb war die Polizei mit vielen Kräften vor Ort. Trotzdem kamen rund 330 Leute, schwenkten Regenbogenfahnen und zogen friedlich durch die Stadt.
Wer hilft? Die Polizei hat die Drohung sehr ernst genommen und die Demo geschützt. Gegen einen 20-jährigen Verdächtigen wird jetzt ermittelt. Außerdem haben wichtige Politiker wie der Oberbürgermeister und ein Minister Reden gehalten und klargemacht: Sie stehen hinter der queeren Community und lassen sie nicht allein. Auch in anderen Städten, wie in Wiesbaden, gab es große CSD-Demos mit tausenden Menschen, die alle friedlich verliefen.
