Beim Christopher Street Day in Cottbus haben Menschen für Vielfalt und Toleranz demonstriert – und Ministerpräsident Woidke hat ihnen dafür ausdrücklich gedankt.
Am Nachmittag sind in Cottbus mehrere Hundert Menschen beim Christopher Street Day, kurz CSD, auf die Straße gegangen. Sie zeigen damit, dass sie für eine offene Gesellschaft stehen, in der alle Menschen so leben dürfen, wie sie sind. Weil es in der Stadt vorher Angriffe auf linke Wohnprojekte und auf ein Büro der Grünen gab, war die Polizei mit mehr Leuten als sonst dabei.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat vor der Demonstration eine Pressemitteilung verschickt. Darin bedankt er sich bei allen, die beim CSD mitlaufen. Er sagt wörtlich: „Allen, die heute beim CSD in Cottbus für Vielfalt, Toleranz und eine offene Gesellschaft auf die Straße gehen, gilt mein aufrichtiger Dank und mein großer Respekt.“ Außerdem sagt er, es sei „wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und Rechtsextremismus, Hass sowie Menschenfeindlichkeit entschlossen entgegenzutreten.“
Die Organisatoren haben die Teilnehmenden gebeten, in Gruppen zu kommen, unterwegs nicht zu auffällig zu sein und dunkle Ecken zu meiden. So wollten sie alle besser schützen. Auch Cottbus’ Oberbürgermeister Schick hat dazu aufgerufen, sich klar gegen Hass und rechte Gewalt zu stellen. Viele zivilgesellschaftliche Gruppen in der Stadt unterstützen den CSD und zeigen damit, dass sie sich nicht einschüchtern lassen.
