Der Chef von Capri-Sun hat die eigene Petition für Plastikhalme als „schlecht gemacht" bezeichnet, hält aber trotzdem an dem Plan fest.

Capri-Sun ist vielen von euch sicher aus der Schulpause oder von zu Hause bekannt. Das Getränk kommt in einem kleinen Beutel mit einem Trinkhalm. Seit 2021 steckt da ein Papierhalm drin, weil die EU Einwegplastik verboten hat. Viele Leute finden den Papierhalm aber nervig: Er wird schnell weich, schmeckt nach Papier und lässt sich schwer einstecken. Deshalb hat Capri-Sun eine Online-Petition gestartet, damit das Unternehmen wieder Plastikhalme benutzen darf – natürlich nur, wenn die EU das erlaubt.

Das Ziel war eigentlich klar: Eine Million Unterschriften sollten zusammenkommen. Geklappt hat das aber nicht. Weniger als 170.000 Menschen haben unterschrieben. Im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung hat Hans-Peter Wild, der Verwaltungsratspräsident von Capri-Sun, deshalb gesagt: „Die Petition war schlecht gemacht und falsch – das nur nebenbei". Er findet trotzdem, dass Papierhalme keinen Sinn ergeben. Außerdem sagt er, dass der Capri-Sun-Beutel zu 100 Prozent recycelbar sei, wenn der Halm im Beutel bleibt. 90 Prozent der Papierhalme würden nach dem Trinken noch in der Tüte stecken.