Das Umweltministerium will die Deponieverordnung ändern, damit geschlossene Steinbrüche im Burgenland als Orte für Asbest-Abfälle genutzt werden dürfen.
Im Burgenland gibt es alte Steinbrüche, die nicht mehr in Betrieb sind. Das Umweltministerium überlegt jetzt, ob man solche Orte als Deponien für Asbest-Müll benutzen kann. Dafür muss aber zuerst die Deponieverordnung geändert werden, also die Regel, die sagt, wo Müll gelagert werden darf. Erst dann darf ein Steinbruch offiziell als Deponie benutzt werden. Das Ministerium hat zur APA gesagt: Ohne eine abfallrechtliche Genehmigung geht gar nichts.
Der Fall wurde durch einen Steinbruch bei Pilgersdorf bekannt. Dort waren Gesteinsmaterialien mit Asbest in Umlauf geraten. Asbest sind Fasern, die beim Einatmen krank machen können. Deshalb hat das Ministerium eine eigene Taskforce eingesetzt, also eine Gruppe von Fachleuten, die sich um das Problem kümmert. Auch die Umweltorganisation Greenpeace schaut sich die Sache genau an und fordert, dass die Standorte sicher sein müssen und langfristig überwacht werden.
