Die Bundeswehr hat mit der Panzerbrigade 45 in Litauen ihre erste große Gefechtsübung gehalten und dabei geübt, wie Soldaten Drohnen einsetzen und abwehren können.
Was ist passiert? Auf dem Übungsplatz Pabrade in Litauen, ungefähr 20 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt, hat die Bundeswehr zusammen mit sieben weiteren NATO-Staaten geübt. Rund 2.900 Soldaten und 800 Fahrzeuge waren im Einsatz. Die Brigade trainierte mit Panzern, Schützenpanzern, Artillerie und Pionieren und nutzte dabei mehr als 300 Drohnen, um Aufklärung zu fliegen, Ziele zu markieren und Angriffe zu simulieren. Geschossen wurde nur mit Übungsmunition, also nicht mit echter Munition.
Wer hilft und wer bereitet sich vor? Die Panzerbrigade 45 ist erst im vergangenen Jahr offiziell aufgestellt worden und soll bis 2027 vollständig einsatzbereit sein. Brigadegeneral Christoph Huber leitet die Brigade und erklärte, die Soldaten lernten aus dem, was sie im Ukraine-Krieg sehen. Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, erklärte, große Truppenansammlungen seien heute gefährlicher als früher, weil Drohnen sie schnell entdecken könnten. Deshalb übt die Truppe, sich besser zu verteilen und sich gleichzeitig mit Drohnen zu schützen.
