Österreichs Bundesregierung und die Bundesländer haben sich darauf geeinigt, wie sie eine geplante Senkung der Lohnnebenkosten ab 2028 gemeinsam bezahlen wollen.
Stell dir vor, dein Betrieb zahlt jeden Monat einen Beitrag in einen großen Topf, aus dem Familienleistungen wie die Familienbeihilfe bezahlt werden. Dieser Topf heißt FLAF (Familienlastenausgleichsfonds). Die Regierung will, dass Arbeitgeber ab 2028 um einen Prozentpunkt weniger in diesen Topf einzahlen. Das entlastet die Wirtschaft, lässt aber im FLAF eine Lücke von rund 600 Millionen Euro.
Bund und Länder haben sich am Mittwoch nach langem Streit darauf geeinigt, wie diese Lücke aufgeteilt wird. Die Bundesländer übernehmen ein Drittel – das sind 200 Millionen Euro. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) sagte nach den Verhandlungen, Länder und Gemeinden würden sich an der Finanzierung beteiligen. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) erklärte: "Nun sei der Weg frei für die Lohnnebenkostensenkung".
