In Rostock wird gerade ein Zentrum aufgebaut, das alte Munition aus Nord- und Ostsee bergen soll – darunter auch gefährliche Stoffe, die sich in Fischen und Muscheln sammeln können.
Was ist passiert? Bundesumweltminister Carsten Schneider hat am 3. Juli 2026 in Rostock das Bundeskompétenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer (BK Meer) offiziell vorgestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden große Mengen Munition in Nord- und Ostsee versenkt – man schätzt rund 1,6 Millionen Tonnen allein in deutschen Gewässern. Dort liegen sie seit Jahrzehnten und rosten. Dabei lösen sich Schadstoffe wie TNT aus dem Meeresboden, die nach Angaben des Umweltministeriums teils krebserregend sind und das Erbgut schädigen können. "Bereits jetzt können sich nach Ministeriumsangaben von den Sprengstoffen herrührende, teils krebserregende und das Erbgut schädigende Substanzen in Meereslebewesen wie Muscheln und Fischen anreichern." Schneider sprach von "einer tickenden Zeitbombe für die Ostsee".
