Weil im Land viele Hausarztstellen leer sind, wird über mobile Praxen diskutiert – doch Ärztekammer und Ministerium sehen Probleme.

In Brandenburg fehlt ärztliche Versorgung auf dem Land. Rund jeder fünfte Hausarztsitz ist nicht besetzt, und ein Hausarzt muss im Schnitt 1.436 Menschen versorgen – so viele wie nirgendwo sonst in Deutschland. Besonders betroffen sind Orte wie Jüterbog, Spremberg und Guben.

Der Politiker Sven Hornauf hat das Thema im Landtag angesprochen. Er sagt: „Regionen dürfen keine weißen Flecken bilden oder in der Grundversorgung medizinisch ausbluten." Damit meint er, dass niemand ohne Arzt in der Nähe dastehen sollte.

Eine Idee: Hausärzte fahren mit kleinen Bussen oder Anhängern durch Dörfer und behandeln Patienten direkt vor Ort. Das Gesundheitsministerium findet das grundsätzlich denkbar, weist aber auf offene Fragen hin: Wie soll man in einem fahrenden Wagen gleichzeitig mehrere Patienten getrennt voneinander untersuchen? Und wie zuverlässig lassen sich Hygieneregeln einhalten?